Der Internationale Tag der Jugend am 12. August bietet eine großartige Gelegenheit, um auf die Herausforderungen und Chancen hinzuweisen, mit denen junge Menschen weltweit konfrontiert sind und wo finanzielle Bildung gefragt sein wird.
Inhaltsverzeichnis
Warum finanzielle Bildung nicht nur am Tag der Jugend wichtig ist
Unsere Welt ist voller komplexer Finanzsysteme und verlockender Konsummöglichkeiten. Ein Thema, das dabei oft übersehen wird, ist die finanzielle Bildung. Obwohl es im Erwachsenenleben so wichtig ist, finanziell kompetent zu sein, kommt dieses Thema in der Schule und auch zu Hause meist zu kurz. Dabei ist gerade die Jugend eine Zeit, in der die Grundlagen für finanzielle Unabhängigkeit und Erfolg gelegt werden sollten. Und so ist es einfach unerlässlich, dass junge Menschen frühzeitig lernen, wie man mit Geld richtig umgeht. Viele Jugendliche werden schon früh mit Kreditkarten und Online-Shopping konfrontiert, ohne zu wissen, wie man verantwortungsvoll mit diesen Angeboten umgeht. Die Folgen? Schulden, finanzielle Abhängigkeit und fehlende langfristige Planung.
Finanzielle Bildung vermittelt nicht nur das Basiswissen über Sparen, Investieren und den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Sie schärft auch das kritische Denken und das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge. Wer früh lernt, wie man ein Budget erstellt, Risiken abwägt und für die Zukunft plant, hat es später leichter, finanzielle Herausforderungen zu meistern.
Die Lücken in der schulischen Ausbildung
Leider wird finanzielle Bildung in vielen Schulen – auch in Deutschland und Österreich – nur am Rande behandelt. Themen wie Haushaltsbuchführung oder Zinseszins bleiben oft außen vor. So starten viele Jugendliche ins Erwachsenenleben, ohne zu wissen, wie man spart, investiert oder ein Budget aufstellt. Das macht sie anfällig für Schuldenfallen und unüberlegte finanzielle Entscheidungen. Ohne dieses Wissen geraten junge Menschen schnell in finanzielle Abhängigkeit von Eltern, Kreditgebern oder dem Staat. Das kann langfristig ihre Möglichkeiten einschränken und sie stärker auf staatliche Unterstützung angewiesen machen, statt selbst für ihre finanzielle Sicherheit sorgen zu können.
Studien zeigen, dass junge Menschen, die in der Schule eine gute finanzielle Bildung erhalten haben, weniger wahrscheinlich Schulden machen und besser mit Geld umgehen können. Trotzdem bleibt finanzielle Bildung meist ein Randthema im Schulcurriculum.

Die Rolle der Eltern und Familien
Auch zuhause ist Geld oft ein Tabuthema. Viele Eltern reden nicht gern über Finanzen, entweder weil sie selbst unsicher sind oder weil sie es für unangemessen halten. Das führt dazu, dass Jugendliche ihre ersten finanziellen Erfahrungen ohne ausreichende Vorbereitung machen. Nicht selten wird das vor allem in deutschsprachigen Ländern mit dem unsinnigen Satz „über Geld spricht man nicht“ mit einer noblen Haltung verwechselt. Es gehört also zum guten Ton, nicht über Geld zu sprechen! Das ist eigentlich absurd!
Doch Eltern können hier eine Schlüsselrolle spielen. Schon kleine Dinge wie Taschengeld, gemeinsame Einkaufspläne oder ein eigenes Sparkonto können den Grundstein legen. Wichtig ist dabei vor allem, den Kindern den Wert des Geldes und die Bedeutung von Sparsamkeit beizubringen. Aber ebenso sollen die heranwachsenden Jugendlichen in weiterer Folge nicht das Horten von gespartem Geld – und den häufig damit verbundenen Effekt der Geldentwertung – kennenlernen und übernehmen. Mindestens ebenso wichtig wir ein Kapital durch Sparen anzusammeln, ist die weitere Verwendung des angesparten Kapitals oder um es anders auszudrücken: Kennenlernen wie Geld „arbeitet“ und da gehören unweigerlich die Zins- und Zinseszinseffekte als klassische Finanzthemen dazu.
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Initiativen und Programme: Kleine Lichtblicke
Es gibt bereits viele Initiativen, die Jugendliche fit im Umgang mit Geld machen wollen. Es gibt in der gesamten DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) Initiativen und erste Schritte, um die finanzielle Bildung in den Schulen zu stärken. Die Ansätze und Umsetzungsgrade variieren jedoch von Land zu Land und sie können das vorhandene Defizit weiterhin nicht ausgleichen.
In Deutschland gibt es seit einigen Jahren verstärkte Bemühungen, die finanzielle Bildung zu verbessern. Ein großes Problem ist hier die föderale Struktur des Bildungssystems, die es schwierig macht, einheitliche Standards zu setzen. Trotzdem haben einige Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen bereits erste Schritte unternommen, um wirtschaftliche Bildung stärker in den Unterricht zu integrieren. In Bayern ist das Fach „Wirtschaft und Recht“ ein Beispiel, das auch finanzielle Themen abdeckt. Auch gibt es zahlreiche private Initiativen, wie die „Stiftung Finanzbildung“, die sich für mehr finanzielle Bildung einsetzen.
In Österreich wird das Thema finanzielle Bildung zunehmend in den Lehrplänen verankert. Beispielsweise gibt es das Schulfach „Geographie und Wirtschaftskunde“, in dem finanzielle Themen behandelt werden. Zusätzlich bieten einige Bundesländer spezifische Projekte wie „Schüler sparen“ an, bei denen Jugendliche praxisnah lernen, wie man mit Geld umgeht. Auch Initiativen von Banken und gemeinnützigen Organisationen spielen eine wichtige Rolle. Allerdings wird finanzielle Bildung bisher noch nicht flächendeckend und tiefgehend in allen Schulen unterrichtet.
In der Schweiz hat finanzielle Bildung in den letzten Jahren ebenfalls an Bedeutung gewonnen. Die Schweiz hat zwar kein flächendeckendes Curriculum für finanzielle Bildung, aber es gibt kantonale Initiativen und Pilotprojekte, die sich der Thematik widmen. Beispielsweise wird in einigen Kantonen Wirtschaft und Finanzen als Teil des Fachs „Wirtschaft, Arbeit, Haushalt“ (WAH) unterrichtet, welches finanzielle Grundkompetenzen vermitteln soll. Zudem engagieren sich auch hier Banken und Versicherungen stark, um finanzielle Bildung zu fördern.
Was Jugendliche selbst tun können
Jugendliche haben heute mehr Möglichkeiten als je zuvor, ihre finanzielle Bildung selbst in die Hand zu nehmen. Eigeninitiative ist der Schlüssel: Es gibt zahlreiche Online-Ressourcen, von Kursen bis zu Tutorials, die leicht zugänglich und verständlich sind. Ein guter Start ist es, ein eigenes Budget über seine ersten Einnahmen (Taschengeld, Ferienjobs, etc.) und Ausgaben zu führen und sich Sparziele zu setzen, um ein Gefühl für den Umgang mit Geld zu entwickeln. Wer bereits etwas Geld verdient, kann erste Erfahrungen im Investieren sammeln, aber stets mit Vorsicht und fundierter Information.
Der Austausch mit Gleichaltrigen und erfahrenen Mentoren kann ebenfalls wertvolle Einsichten bieten. Jugendliche sollten sich nicht scheuen, Fragen zu stellen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Wichtig ist auch, finanzielle Ziele zu setzen und diese langfristig zu verfolgen. Finanzen sind ein Thema, bei dem man lebenslang lernen sollte.
Mit einer proaktiven Haltung können Jugendliche ihr Bewusstsein dafür stärken, was finanzielle Unabhängigkeit bedeutet und sie sind besser gerüstet, die Herausforderungen – aber auch Chancen, die sich in der Zukunft ergeben, zu meistern. Wie man Einkommen und Gesundheit kombiniert, das liest Du HIER.
Die Zukunft der finanziellen Bildung
Der Bedarf an finanzieller Bildung ist unbestritten und wird in Zukunft weiter zunehmen, da die Finanzwelt immer komplexer wird. Es ist daher unerlässlich, dass Politik, Schule und Familien darauf ausgerichtet sind, das Bewusstsein für die Bedeutung finanzieller Bildung zu schärfen und entsprechende Bildungsangebote zu schaffen. Das klingt auf den ersten Blick zwar selbstverständlich, doch gerade diese Bereiche haben auf diesem Gebiet in der Vergangenheit weitestgehend versagt. Bei Politikern muss man darüber hinaus konstatieren, dass Sie in ihrem Wirken sogar das Gegenteil negativ vorlegen, in dem sie in jeder Legislaturperiode die Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden ohne Rücksicht auf die Nachfolgegenerationen forcieren.
Die Zukunft der finanziellen Bildung in der DACH-Region und der EU sollte sich grundlegend reformieren, um den wachsenden Herausforderungen der globalen Wirtschaft gerecht zu werden und um den Rückstand gegenüber den USA und Fernost aufzuholen. Hier sind einige konkrete Ansätze und Visionen, wie eine solche Zukunft aussehen könnte:
- Einheitliche und verbindliche Lehrpläne für wirtschaftliches Basis-Wissen
- Integration finanzieller Bildung bereits in der Grundschule
- Praxisorientierter Unterricht
- Lebenslanges Lernen für Lehrer und Schüler
- Digitale Lernplattformen und Tools
- Öffentlich-private Partnerschaften von Bildungseinrichtungen und Finanzdienstleistern
- Europäische Initiative zum Abbau von Bürokratie und stattdessen Aufbau von FinTech-Kompetenzen

Die ersten bereits aufgezählten Bestrebungen der DACH-Region, die finanzielle Bildung stärker in den Lehrplan zu integrieren, sind begrüßenswert. Doch diese Anstrengungen müssen weiter verstärkt werden und zwar im gesamten EU-Raum. Eine umfassende finanzielle Bildung sollte nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern auch praktische Fertigkeiten, die junge Menschen in ihrem Alltag anwenden können.
Fazit: Finanzielle Bildung – jetzt und immer
Der Internationale Tag der Jugend sollte uns nicht nur dazu bringen, über die Herausforderungen nachzudenken, sondern auch konkrete Lösungen zu finden. Finanzielle Bildung ist dabei ein Schlüsselfaktor, der lange vernachlässigt wurde. Gerade in Zeiten, in denen Europa mit Krisen wie Inflation, steigenden Lebenshaltungskosten und geopolitischen Spannungen kämpft, ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen das nötige Rüstzeug haben, um ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Die aktuellen Krisen in Europa, wie die anhaltende Inflation, die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die Unsicherheiten in den Energie- und Arbeitsmärkten, verdeutlichen die Dringlichkeit einer soliden finanziellen Bildung. In einer solchen instabilen und oft unvorhersehbaren wirtschaftlichen Lage sind Jugendliche besonders gefährdet, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, wenn sie nicht über die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Diese Krisen zeigen auch, dass finanzielle Bildung weit über das bloße Sparen oder das Verstehen von Zinseszinsen hinausgeht. Sie umfasst auch das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge, die Fähigkeit zur Krisenbewältigung und die Kompetenz, fundierte Entscheidungen in unsicheren Zeiten zu treffen. Wer gelernt hat, wie man ein Budget aufstellt, Investitionen abwägt und Risiken analysiert, ist besser gewappnet, um in Krisenzeiten finanziell über Wasser zu bleiben.
Darüber hinaus sind junge Menschen durch die zunehmende Digitalisierung der Finanzwelt mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Kryptowährungen, digitale Zahlungssysteme und die wachsende Bedeutung von Online-Handel und E-Commerce eröffnen zwar neue Möglichkeiten, bergen aber auch Risiken. Ohne ausreichende finanzielle Bildung können Jugendliche leicht in Schuldenfallen oder unseriöse Finanzgeschäfte geraten.
Die Politik und das Bildungssystem in Europa müssen das Thema endlich ernst nehmen. Finanzielle Bildung gehört fest in den Lehrplan, damit alle Jugendlichen die gleichen Chancen auf finanzielle Unabhängigkeit haben. Es ist wichtig, dass auch außerschulische Initiativen gefördert werden, die den Zugang zu finanzieller Bildung erleichtern. Ebenso sind Eltern aufgefordert, Geld zu thematisieren und den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang damit beizubringen.
Am Ende geht es um mehr als nur um individuelle finanzielle Sicherheit. Eine ganze Generation, die finanziell kompetent ist, trägt dazu bei, dass Europa stabil und wohlhabend bleibt. Nutzen wir den Internationalen Tag der Jugend, um das Bewusstsein dafür zu schärfen und Lösungen zu finden, die jungen Menschen eine sichere und erfolgreiche Zukunft ermöglichen. Es liegt in unserer Verantwortung, ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie brauchen, um die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern. Angesichts der aktuellen Krisen ist es unerlässlich, dass wir den Internationalen Tag der Jugend nutzen, um das Bewusstsein für die Bedeutung finanzieller Bildung zu schärfen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die jungen Menschen eine sichere und erfolgreiche Zukunft ermöglichen.