Einführung

Aktien bzw. ETF (die wiederum auf Aktien basieren) sind das Fundament von vielen Portfolios und haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Wenn du in Aktien oder ETF investieren möchtest, hast Du mehr oder weniger große Unternehmensanteile und wirst somit zum Miteigentümer. Damit bist Du auch an den Gewinnen, aber auch an den Risiken des Unternehmens beteiligt. Gewinne werden entweder als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet oder in das Unternehmen reinvestiert, um die Unternehmensentwicklung zu fördern – das nennt man auch „Thesaurierung“.

Aktien werden an Börsen gehandelt, die als Marktplätze für Käufer und Verkäufer fungieren, wobei der Handel zunehmend online stattfindet. Trotz der erweiterten technologischen Möglichkeiten bleibt der Großteil der Anleger ihren nationalen Märkten treu. Deutsche investieren hauptsächlich in DAX-notierte Unternehmen, Briten in britische Aktien, während US-amerikanische und asiatische Anleger vorwiegend lokale Märkte bevorzugen. Dieser Home Bias resultiert aus einem höheren Vertrauen und besserem Zugang zu Informationen über heimische Unternehmen sowie einer emotionalen Bindung an lokale Marken.

Der Kauf oder Verkauf von Aktien wird durch Order an die Börse beauftragt, auf die unterschiedlichen Ordertypen wird noch in einem späteren Kapitel Bezug genommen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Aktienwert. Die Nachfrage – und damit auch der Börsenkurs der Aktie – sinkt oder steigt je nachdem, ob viele Menschen an den Erfolg des Unternehmens glauben oder eben nicht. Wie hoch die Schwankungsintensität ist, drückt sich in der Volatilität als Risikomaß aus. Hat eine Aktie einen hohen Volatilitätswert bedeutet das, dass der Kurs stark und häufig schwankt, was ein höheres Risiko, aber auch Chancen auf größere Gewinne mit sich bringt. Niedrige Volatilität hingegen deutet auf stabile Kursbewegungen hin.

Es gibt verschiedenste Aktienarten:

  • Inhaberaktien sind Inhaberpapiere, der Eigentumsübertrag erfolgt durch Einigung und Übergabe. Die Ausgabe von Inhaberaktien ist nur zulässig, wenn die Aktien voll eingezahlt sind. Ist dies nicht der Fall, müssen Namensaktien ausgestellt werden.
  • Bei Namensaktien erfolgt der Eigentumsübertrag erfolgt durch Indossament1 oder Übergabe. Der Eigentümer ist im Aktienregister des Unternehmens eingetragen und nur dieser eingetragene Inhaber kann die Aktionärsrechte ausüben.
  • Bei vinkulierten Namensaktien ist der Eigentumsübertrag an die Zustimmung der Gesellschaft gebunden. Das soll verhindern, dass Anteile an Aktionäre verkauft werden, die der Gesellschaft als nicht wünschenswert erscheinen.
  • Nennwertaktien lauten auf einen bestimmten, festen Geldbetrag, der einen bestimmten Anteil am Grundkapital des Unternehmens repräsentiert.
  • Stückaktien sind Aktien ohne festen Nennwert, die einen proportionalen Anteil am Grundkapital des Unternehmens repräsentiert.
  • Stammaktien sind Wertpapiere, die ihrem Inhaber sämtliche im Aktiengesetz für den Normalfall vorgesehenen Rechte gewähren, d.s. Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung (HV), Recht auf Auskunftserteilung auf der HV, Stimmrecht, Recht auf Dividende, Recht auf Liquidationserlös, das Bezugsrecht und das Recht auf Anfechtung von HV-Beschlüssen
  • Vorzugsaktien gewähren dagegen den Berechtigten Vorzüge hinsichtlich Ansprüche auf Dividende, Bezugsrecht oder Liquidationsrecht gegenüber den Stammaktionären.

Wichtige Begriffe der Börse

Im Einführungskapitel wurden Dir wesentliche Aspekte des Börsengeschäfts vermittelt und Du weißt daher was eine Aktie, eine Dividende, ein Börsenkurs, ein Order, die Volatilität, die Rendite ist und Du kennst die wesentlichen Rechte der unterschiedlichen Aktionärstypen.

Wenn Du auch noch die nachfolgenden Begriffe verinnerlichst, dann verfügst Du über ein gewisses Basis-Wissen, dass Dir behilflich sein wird, den Sachverhalt besser zu verstehen, wenn Du mit aktientechnischen Themen- und Fragestellungen konfrontiert wirst.

SpreadDifferenz zwischen Geldkurs (Kauf) und Briefkurs (Verkauf). Der Briefkurs liegt immer über den Geldkurs, weil Verkäufer einen höheren Preis verlangen, als Käufer bereit zu zahlen sind. Enger Spread = hohe Liquidität, Käufer und Verkäufer haben eng aneinander liegende Preisvorstellungen.
IPO (Initial Public Offering)Erstmaliger Börsengang eines Unternehmens; ermöglicht Kapitalbeschaffung und birgt Risiken (Marktrisiko, hohe Hosten für Vorbereitung, Kontrollverlust, Druck auf kurzfristige Gewinne)
Blue ChipsAktien großer, etablierter Unternehmen2; in der Regel weniger volatil als kleinere Unternehmen, bieten oft Dividenden.
Markt-KapitalisierungGesamtwert aller ausgegebenen Aktien eines Unternehmens, berechnet durch den aktuellen Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der Aktien. Zeigt Größe/Marktstellung des Unternehmens.
DividendenrenditeVerhältnis der Dividende zum Aktienkurs: Dividendenrendite in %.
BullenmarktLangfristig steigende Aktienkurse; geprägt von Optimismus.
BärenmarktLangfristig sinkende Aktienkurse; geprägt von Pessimismus.
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)Bewertungsmaß, das aktuellen Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. KGV ermöglicht Bewertung von Aktien. Niedrigeres KGV kann darauf hindeuten, dass Aktie im Verhältnis zum Gewinn günstiger bewertet ist, was potenziell attraktiv für Anleger ist.
DepotKonto zur Verwaltung von Wertpapieren
Stop-LossVerkaufsorder, die eine Aktie automatisch verkauft, wenn sie einen bestimmten Kurs unterschreitet, um Verluste zu begrenzen.
Leerverkauf (Short Selling)Verkauf geliehener Aktien mit der Absicht, sie später günstiger zurückzukaufen; setzt auf fallende Kurse.
Limit OrderKauf-/Verkaufsauftrag zu einem festgelegten Preis; bietet mehr Preis-Kontrolle
DividendenabschlagNach Dividendenstichtag wird der Aktienkurs um den Wert der Dividende verringert. Dies nennt man Dividendenabschlag, da die Dividende nun vom Wert des Unternehmens abgezogen wurde.
HandelsvolumenAnzahl gehandelter Aktien in Zeitraum; zeigt Marktaktivität.
EmittentUnternehmen/Institution, die Wertpapiere ausgibt; Schuldner der Investoren.
RohstoffeWaren wie Öl oder Gold, die an speziellen Märkten gehandelt werden.
DerivateFinanzinstrumente, deren Wert von der Preisentwicklung eines zugrunde liegenden Vermögenswertes (wie Aktien, Rohstoffe, Indizes) abhängt, z. B. Optionen und Futures.
BezugsrechtRecht bestehender Aktionäre, neue Aktien bei Kapitalerhöhung zu beziehen, um Verwässerung zu vermeiden.
Nachbörslicher HandelHandel von Aktien außerhalb regulärer Börsenzeiten; oft geringere Liquidität.
StimmrechtAktionärsrecht, bei HV3 über Entscheidungen abzustimmen.
BuchwertEigenkapitalwert je Aktie; Gesamtvermögen minus Schulden geteilt durch die Anzahl der Aktien. Ein niedriger Buchwert im Vergleich zum Aktienkurs kann auf eine Unterbewertung hinweisen.

Du hast 2 Möglichkeiten, um mit Aktien Geld zu verdienen

  1. Durch Kursgewinne, wenn Du die Aktie zu einem höheren Preis verkaufst, als Du sie eingekauft hast.
  2. oder durch Dividenden, wenn das Unternehmen Gewinne an die Aktionäre ausschüttet. Die Höhe der Dividende ergibt sich aus dem ausgezahlten Gewinnbeitrag dividiert durch die Gesamtanzahl der Aktien. Je mehr Stammaktien ein Anleger besitzt, umso höher ist daher sein Dividendenanteil.

Die Aktionäre können beschließen, dass sie auf die Gewinnausschüttung verzichten und den Gewinn in das Unternehmen thesaurierend einzusetzen. Dessen ungeachtet behalten sie ihre bestehenden Stammaktien und somit alle Rechte, die damit verbunden sind, einschließlich Stimmrechte und Teilhabe am zukünftigen Gewinn. Bewertet wird der Gewinnertrag über die Rendite eines bestimmten Zeitraums – ausgedrückt als Prozentsatz des investierten Aktieninvestments. Für die Ermittlung dieser zentralen Erfolgskennzahl werden Kursgewinne und Dividenden zusammengefasst

Wenn das Nominalkapital (Grundkapital) eines Unternehmens durch die Ausgabe neuer Aktien erhöht wird, verteilt sich das Unternehmensvermögen auf eine größere Anzahl von Aktien. Dadurch verringert sich der innere Wert jeder einzelnen Aktie, das ergibt sich aus dem Nominalkapital dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Dies führt zu einer Verwässerung des Wertes der bisherigen Aktien, da der Anteil jedes Aktionärs am gesamten Unternehmen sinkt. Die Besitzer von Stammaktien erhalten daher ein Bezugsrecht auf einen entsprechende Anzahl neuer Aktien, um den eventuellen Wertverlust auszugleichen.

Wenn die Hauptversammlung beschließt, das Unternehmen aufzulösen, erhält jeder Stammaktionär seinen Anteil am Liquidationserlös. Neben den Rechten müssen die Aktionäre auch Pflichten beachten, d.s.

  • die Zahlung des Kaufpreises für die geordneten Stammaktien
  • Treuepflicht gegenüber dem Unternehmen, d.h. als Besitzer einer Aktie verpflichtet man sich, keine Insiderkäufe oder -trades zu tätigen
  • Einhaltung einer eventuell vorgegebenen Behaltefrist der Aktie

Stamm- und Vorzugsaktien sind gegensätzlich. Da Vorzugsaktien kein Stimmrecht des Aktionärs beinhalten, geben Unternehmen Vorzugsaktien aus, um ihr Kapital zu erhöhen ohne den neuen Aktionären Mitbestimmungsrechte einzuräumen. Daher dürfen nur maximal 50 % des Aktienkapitals als Vorzugsaktien emittiert werden, damit die Kontrolle und Stimmrechte der Aktionäre nicht unverhältnismäßig beeinträchtigt werden. Bei Anlegern sind Vorzugsaktien sehr beliebt, weil sie zum Ausgleich für das fehlende Stimmrecht eine höhere Dividende bieten. Außerdem erhalten Vorzugsaktionäre die Dividende vor den Stammaktionären ausgeschüttet. Zudem können Vorzugsaktionäre bei Auflösung des Unternehmens einen größeren Liquidationserlös erhalten. Stamm- und Vorzugsaktion können jeweils umgewandelt werden (von Stamm- zur Vorzugsaktie und vice versa).

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Chancen und Risiken einfach erklärt

Der Aktienhandel ist ein volatiles Geschäftsmodell und beinhaltet entsprechend hohe Risken. Es ist daher für Veranlagungen ratsam „nicht alles auf eine Karte“ zu setzen. Die Fokussierung auf nur eine Einzelaktie ist zu vermeiden und bei der Streuung auf unterschiedliche Veranlagungstypen ist es nicht unbedingt ratsam, Aktien börsennotierter Startups4 mit Kryptowährungen zu kombinierten. 2 hochriskante Veranlagungsformen parallel zu betreiben, ist keine ausgeprägte Risikostreuung und könnte schlecht für den persönlichen Blutdruck sein.

Aktien bieten attraktive Renditechancen und eine langfristige Strategie und Diversifikation sollte berücksichtigt werden, um Risiken zu mindern. Wenn wir die Chancen und Risken von Aktien gegenüberstellen, dann kann man das überblicksmäßig wie folgt zusammenfassen:

ChancenRisiken
Hohe Renditechancen: Langfristig bieten Aktien höhere Renditen als viele andere Anlageformen.Kursvolatilität: Aktienkurse können stark schwanken und zu kurzfristigen Verlusten führen.
Dividenden: Viele Unternehmen zahlen regelmäßige Dividenden, die ein passives Einkommen ermöglichen.Unternehmensrisiko: Bei schlechter Geschäftsentwicklung kann der Aktienwert drastisch sinken.
Inflationsschutz: Aktienkurse steigen oft im Einklang mit der Wirtschaft, was einen Schutz vor Inflation bieten kann.Keine Garantien: Gewinne sind nicht garantiert, und der Wert kann sinken.
Mitspracherecht: Aktionäre können als Miteigentümer an Hauptversammlungen teilnehmen und abstimmen.Emotionale Schwankungen: Kursschwankungen können Anleger emotional beeinflussen und zu irrationalen Entscheidungen führen.
Diversifikationsmöglichkeit: Investitionen in verschiedene Unternehmen reduzieren das RisikoMarktrisiko: Allgemeine wirtschaftliche oder politische Ereignisse können den gesamten Markt beeinflussen.
Unternehmensbeteiligung: Mit Aktien bist du Miteigentümer eines Unternehmens und profitierst von dessen Erfolg.
Chancen/Risken von Aktien

Marktindikatoren für den Aktienhandel

Bevor wir die volkswirtschaftlichen Pro- oder Contra-Einflüsse auf Aktienveranlagungen beleuchten, sollen noch kurz die notwendigen Rahmenbedingungen für Aktienhandel genannt werden. Welche „Marktkräfte“ sind ausschlaggebend dafür, ob und in welchem Umfang es überhaupt zu Aktienveranlagungen kommt?

Vertrauen und Stabilität

Dieser Punkt geht ganz eng mit den jeweiligen nationalen, politischen Verhältnissen einher. Könntest Du Dir vorstellen in Pjöngjang (Nordkorea) oder in Kabul (Afghanistan) zu investieren? Wohl kaum. Das Wissen um freie Marktmechanismen und eine wirtschaftliche und politische Stabilität eines Landes ist Grundvoraussetzung für Investitionen. Politische Diktaturen, religiöser Fundamentalismus und freie Marktwirtschaft schließen sich gegenseitig aus. Diesen politischen Rahmenbedingungen kann man finanzpolitisch schlichtweg nicht trauen.

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Es sind jedoch auch instabile Verhältnisse in Regionen, die globalen Welthandel grundsätzlich nötig haben und ihm zugetan sind (bzw. sein sollten), die Investitionen erschweren oder verunmöglichen. Venezuela zum Beispiel hat es geschafft, sich vom einst reichsten Land Südamerikas dank eines endlosen Ölvorkommens zu einer Meisterklasse in Wirtschaftskatastrophen zu entwickeln. Für eine Börseninvestition in Venezuela kann man vielleicht die venezolanische Staatsbürgerschaft erwerben, vom investierten Geld wird jedoch schneller nichts mehr zu sehen sein, als der Venezolaner „Inflation“ sagen kann.

Eine interessante Wende hingegen zeichnet sich im Krisenstaat Argentinien, dem zweitgrößten Land Südamerikas ab. Wenn es dem Premier Javier Milei gelingt, seinen wirtschaftsliberalen Kurs fortzusetzen, dann kann der jahrzehntelange, wirtschaftliche Niedergang gestoppt werden und der wirtschaftliche Turnaround gelingen. Bei seinem Amtsantritt im Oktober 2023 lag die monatliche Inflation bei 25,5 %, die jüngsten Daten weisen eine Inflationsrate von 3,5 % auf. In diesen ersten Monaten hat er – durch knallharte Sparmaßnahmen – jeweils einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet. Das erweckt internationales Interesse und kann – vorausgesetzt die Sanierung gelingt – Investoreninteresse aufgrund wiedergewonnener Stabilität erzeugen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Nun, damit es überhaupt zu Börsen und Börsengeschäften kommt, müssen grundlegende Voraussetzungen vorliegen. Das sind zunächst einmal solide rechtliche Rahmenbedingungen, die Eigentums- und Vertragsrechte sowie den Schutz der Anleger gewährleisten. So sehr wir unter Regulierung in unserem Alltag leiden, muss man jedoch bei Börsengeschäfte eine Finanzaufsicht erwarten dürfen, die gewährleistet, dass faire Marktbedingungen vorliegen und Handelsregeln eingehalten werden. Transparenz und Zugang zu seriösen Unternehmens- und Finanzdaten ist für Investoren die Basis für Vertrauen in den Aktienhandel.

Die technologische Infrastruktur hingegen ist in den meisten Ländern vorhanden. Funktionierende Handelsplattformen für Börsengeschäfte sind inzwischen weltweit verbreitet. Ob für die elektronischen Systeme immer und überall eine sichere Netzwerktechnik und eine zuverlässige Datenverarbeitung verwendet wird, ist in einigen Ländern noch fragwürdig aber da es für die virtuellen Datenströme keine nationalen Grenzen gibt, entwickeln sich zunehmend globale Standards und die Möglichkeit, von jedem Fleck der Erde aus eine elektronische Plattform in Fintech-Zentren zu betreiben, die als globale Handels-Hubs fungieren.

Die Fintech-Zentren sind in ihrer jeweiligen, nationalen Rechtsordnung verankert und bieten durch technologische und regulatorische Flexibilität eine Basis für globale Aktivitäten. Beispiele für solche Fintech-Zentren sind Hongkong, Singapur, Zürich, London, New York und Dubai aber auch die 30.000 Einwohner zählende Stadt Zug im gleichnamigen, kleinsten Kanton der Schweiz.

Liquidität und Zugang zu Kapital und Anlagebereitschaft

Um Aktienhandel überhaupt möglich zu machen, muss ein Markt mit potentiellen Käufern und Verkäufern vorhanden sein. Dadurch erst liegt Liquidität vor und nur auf einem Markt entsteht Angebot und Nachfrage, was für den Handel mit Aktien – ebenso wie für jedes andere Produkt – unerlässlich ist.

Nachdem Angebot und Nachfrage vorhanden sind, müssen Unternehmen Zugang zu Kapital haben und bereit sein, Eigenkapital durch Aktienemissionen aufzunehmen. Das ist essentiell da die Emission von Aktien – im Gegensatz zu Krediten, die regelmäßige Zins- und Tilgungszahlungen erfordern und die Verschuldung erhöhen – ermöglich langfristig Kapital zu sichern, ohne laufende Verbindlichkeiten zu schaffen.

Makroökonomische Einflüsse auf Aktienveranlagungen

Konjunkturzyklus: In Phasen des Wirtschaftswachstums steigen Unternehmensgewinne, was positiv für Aktien ist. In Rezessionen sinken die Gewinne oft, was Kurse belastet.

Zinspolitik: Niedrige Zinsen fördern Aktieninvestitionen, da Anleihen und Sparprodukte weniger attraktiv sind. Hohe Zinsen können Kapital von Aktien in sichere Anlagen umlenken.

Inflation: Moderate Inflation kann gut für Aktien sein, da Unternehmen Preissteigerungen weitergeben. Hohe Inflation hingegen belastet Unternehmensgewinne und Konsumausgaben.

Politische Stabilität: Politische Unsicherheit, wie z. B. Handelskonflikte, beeinflusst Aktien negativ, während stabile Bedingungen positiv wirken. In Deutschland wurde aus der politisch motivierten Energiewende eine Energiekrise die aktuell die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie belastet und Negativwirkung in Form von Betriebsschließungen und Verlagerungen von Produktionen an ausländische Standorte zeigt.

Mikroökonomische Einflüsse auf Aktienveranlagungen

Unternehmensgewinne: Stabile oder wachsende Gewinne machen Aktien attraktiv. Sinkende Gewinne oder Verlustgefahren stellen ein Risiko dar.

Marktposition und Innovationskraft: Unternehmen mit starkem Wettbewerbsvorteil und Innovationskraft sind widerstandsfähiger und versprechen langfristige Gewinne.

Kostenstruktur: Unternehmen mit geringeren Fixkosten oder flexibler Kostenstruktur können auf konjunkturelle Schwankungen besser reagieren, was sie robuster macht.

Dividendenpolitik: Dividenden sind für viele Anleger attraktiv, da sie auch in stagnierenden Märkten regelmäßige Einnahmen generieren.

  1. schriftlicher Übertragungserklärung auf der Rückseite des Wertpapieres ↩︎
  2. z. B. Apple, Microsoft Johnson & Johnson, Coca-Cola) ↩︎
  3. HV=Hauptversammlung ↩︎
  4. z. B. https://www.nikolamotor.com/, https://investors.affirm.com/ ↩︎
  5. Thesaurierung: Erträge werden in die Kapitalveranlagung reinvestiert ↩︎

Was unterscheidet Indexfonds (ETF) von Aktien?

Indexfonds, auch ETFs (Exchange Traded Funds) genannt, sind Fonds, die einen bestimmten Index, wie z.B. den DAX oder den S&P 500, nachbilden. Im Gegensatz zu einzelnen Aktien investieren ETFs breit gestreut in viele Unternehmen, was das Risiko reduziert und weniger aktives Management erfordert. ETFs sind kostengünstiger als aktive Fonds, da sie den Index passiv nachbilden, ohne ständig Aktien kaufen und verkaufen zu müssen.

Unterschiede zu Aktien:

  • Diversifikation: ETFs investieren in viele Aktien gleichzeitig, während bei Einzelaktien das Risiko eines Unternehmensausfalls größer ist.
  • Kosten: ETFs haben in der Regel niedrigere Gebühren als aktiv verwaltete Aktienfonds.
  • Handelbarkeit: ETFs werden, ähnlich wie Aktien, an der Börse gehandelt, bieten aber die Möglichkeit, in ganze Märkte oder Sektoren zu investieren.

Grundsätzlich musst Du entscheiden, ob Du einen ETF mittels Einmalanlage oder Sparplan bedienst und ob der ETF Dividenden abwerfen soll und Du auch in Schwellenländern oder gar nachhaltig investieren willst. Wenn Du Gewinn erzielst hängt dessen Verwendung von Deinen individuellen Zielen ab. Wenn du das Geld nicht sofort benötigst und von langfristigem Wachstum profitieren möchtest, sind thesaurierende ETFs oft die bessere Wahl. Zudem bietet diese Form steuerliche Vorteile, da die Wiederanlage automatisch erfolgt, ohne dass Erträge jährlich versteuert werden müssen.

Diversifikation ist ein wichtige Komponenten für erfolgreiches Investierens. Anders ausgedrückt: Nicht alles auf eine Karte setzen sondern sein Investment auf unterschiedliche Anlageklassen, Regionen und Branchen verteilen um das Verlustrisiko zu glätten. Genau in diesem Anspruch liegt auch der Vorteil von ETFs gegenüber anderen Einzelveranlagungsformen. Ein ETF ist bereits in sich ein „Sammelsurium“ dieser Ansprüche an Risikostreuung und es ist daher nicht notwendig, viele unterschiedliche ETF kompliziert verwalten zu müssen und dabei die Übersicht zu verlieren und Verwaltungskosten (Ordergebühren) zu steigern. Statt sich bei der ETF-Auswahl in Details zu verrennen, empfehlen Finanzberater 2 breit diversifizierende ETFs. Julia Leonhard meint in Ihrem Artikel vom 27.10.2024 in der „Wirtschaftswoche“:

Zwei Aktien-ETFs oder ein Aktien- und ein Anleihe-ETF – mehr braucht es nicht, um breit diversifiziert zu sein. Weniger ist eben manchmal mehr!

Diversifikation ist ein wichtige Komponenten für erfolgreiches Investierens. Anders ausgedrückt: Nicht alles auf eine Karte setzen sondern sein Investment auf unterschiedliche Anlageklassen, Regionen und Branchen verteilen um das Verlustrisiko zu glätten. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/indexfonds-so-bauen-sie-ein-schlankes-etf-portfolio-ohne-auf-streuung-zu-verzichten/30048828.html. Ein Beispiel ist der ETF MSCI World, der Aktien von 1600 Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Welche das sind, das muss man sich im Detail ansehen – unter Berücksichtigung der aktuell globalen Wirtschaftswetterlage – im Detail ansehen. Zwei Aktien-ETFs oder ein Aktien- und ein Anleihe-ETF – mehr braucht es gar nicht, um breit diversifiziert zu sein. Weniger ist eben manchmal mehr.

Dividenden: Schlüssel zu stabilen Erträgen

Im dritten Quartal 2023 erreichten die weltweiten Dividendenausschüttungen mit 431 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordwert für diesen Zeitraum, ein Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut dem Janus Henderson Global Dividend Index trugen Rekordzahlungen in Ländern wie China, Indien und Singapur wesentlich zu diesem Wachstum bei. Besonders bemerkenswert war die erstmalige Ausschüttung von Kapital durch Technologieriesen wie Alibaba, Meta und Alphabet, die global einen signifikanten Beitrag leisteten. Trotz dieses positiven Trends wurde das Wachstum durch starke Kürzungen bei einigen Unternehmen wie Evergreen Marine und Glencore sowie durch ungewöhnlich niedrige Sonderdividenden gebremst.

Regional zeigte sich ein gemischtes Bild: Während neun von zehn Unternehmen weltweit ihre Dividenden erhöhten oder konstant hielten, verzeichneten Regionen wie der asiatisch-pazifische Raum (ohne Japan) Rückgänge aufgrund schwacher Entwicklungen in Australien, Hongkong und Taiwan. In den USA war das bereinigte Wachstum mit zehn Prozent besonders stark, getrieben durch Technologiefirmen und hohe Stabilität bei 96 Prozent der Unternehmen. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie traditionelle und neue Sektoren gleichermaßen zum globalen Dividendenwachstum beitragen, trotz regionaler Schwankungen und wirtschaftlicher Herausforderungen.

Entwicklung Dividendenausschüttung aus „Gewinn“ vom 26.11.2024

Die Rolles des Zinses

Der Zins spielt im Aktienhandel eine bedeutende Rolle, da er die Anreizstruktur und das Verhalten von Investoren, Unternehmen und der gesamten Volkswirtschaft beeinflusst. Obwohl der Zins häufig mit dem Anleihen- und Kreditmarkt in Verbindung gebracht wird, wirkt er auch indirekt auf die Aktienmärkte. Hier ist ein detaillierter Überblick über die Rolle des Zinses im Aktienhandel:

Zins als Einflussfaktor auf Unternehmensgewinne und Investitionsbereitschaft

Hohe Zinsen erhöhen die Kosten für Unternehmensfinanzierungen, dadurch werden Investitionen teurer, was zu einer zurückhaltenden Investitionspolitik führen kann. Kredite für Expansionen oder F&E werden nicht aufgenommen um ein Gewinnwachstum nicht zu dämpfen.

Ein Gewinnrückgang aufgrund gestiegener Finanzierungskosten kann sich letztendlich auch negativ auf den Aktienkurs eines börsennotierten Unternehmens auswirken. Stimulierend für Fremdfinanzierungen sind hingegen Niedrigzinsphasen für Expansionsaktivitäten von Unternehmen, das kann mit wirtschaftspsychologischen Effekten einhergehen und einen positive Stimmung unter den Aktionären erzeugen sowie Nachfrage und Aktienkurs erhöhen.

Gegen staatlich herbeigeführte Niedrig- oder gar Nullzinsen gibt es volkswirtschaftlich betrachtet jedoch begründete Bedenken https://austrian-institute.org/de/blog/niedrigzinspolitik-laehmt-die-wirtschaft-und-verringert-den-wohlstand/.

Zinsen und Investitionsalternativen: Aktien vs. Anleihen

Steigende Zinsen machen festverzinsliche Anlagen wie Anleihen attraktiver. Dies führt oft dazu, dass Kapital von Aktien in Anleihen fließt, da diese eine risikoärmere Rendite bieten. In Niedrigzinsphasen bevorzugen Investoren hingegen häufig Aktien, da diese oft höhere Renditen versprechen.

Die Dividendenrendite von Aktien wird oft mit den Zinsen auf sichere Anleihen verglichen. Sinkt der Zins, erscheinen dividendenstarke Aktien besonders attraktiv, da sie eine höhere relative Rendite bieten.

Zins als Indikator für wirtschaftliche Erwartungen

Die Zinspolitik von Zentralbanken wie der EZB oder der Fed beeinflusst die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung. Wenn Zentralbanken die Zinsen senken, signalisiert dies oft eine wirtschaftliche Unterstützung, was die Aktienmärkte positiv aufnehmen.

Steigende Zinsen deuten oft auf ein Bemühen hin, Inflation zu dämpfen, was jedoch auch die Wirtschaft abkühlen kann. Eine schwächere Wirtschaft verringert das Gewinnwachstum vieler Unternehmen, was sich wiederum negativ auf die Aktienmärkte auswirken kann.

Psychologische Auswirkungen des Zinses auf den Aktienhandel

Niedrige Zinsen erhöhen oft die Risikobereitschaft, da sichere Alternativen wie Tagesgeldkonten oder Anleihen wenig Ertrag bringen. Anleger investieren daher vermehrt in Aktien. Steigende Zinsen können hingegen zur Risikoaversion führen, und Investoren wechseln in sicherere Anlagen.

In extrem niedrigen Zinsphasen kann das billige Geld zu spekulativen Blasen führen, da Investoren höhere Risiken eingehen, was langfristig jedoch zur Instabilität führen kann. Langfristig kann dies jedoch zu Instabilität auf den Finanzmärkten führen.

Historische Perspektive: Zinszyklen und Aktienmarktperformance

Historisch gesehen gibt es Zyklen, in denen niedrige Zinsen zu Aktienboom-Phasen geführt haben, während Hochzinsphasen oft stagnierende oder sinkende Aktienmärkte mit sich brachten. Beispiele sind die Aktienmarktbullenmärkte der frühen 2000er und die Phase nach der Finanzkrise.

Die Entscheidungen von Zentralbanken über Leitzinsen wirken als Signal an den Markt. Ein Beispiel ist die starke Marktreaktion auf Zinserhöhungen der Fed in den 1980er Jahren oder auch nach 2016, die jeweils große Auswirkungen auf die Marktvolatilität hatten.

Wie wirkt sich die Zinspolitik der Zentralbank auf den Aktienmarkt aus?

Die Zinspolitik der Zentralbank beeinflusst den Aktienmarkt maßgeblich über die Finanzierungskosten und die Attraktivität alternativer Anlagen. Die Zinspolitik der Zentralbank beeinflusst die Investitionstätigkeiten der privaten und öffentlichen Haushalte und somit auch die Nachfrage nach Gütern und Leistungen. Sie ist somit auch ein bedeutender Hebel für die Inflationsentwicklung in einer Volkswirtschaft.

Bei niedrigen Zinsen werden Kredite günstiger, was Investitionen und Konsum fördert, gleichzeitig sinkt die Rendite sicherer Anlagen wie Anleihen, wodurch Aktien eine attraktivere Renditealternative werden. Steigende Zinsen hingegen erhöhen die Kapitalkosten für Unternehmen, drücken potenziell deren Gewinne und machen risikoärmere Anlagen wieder konkurrenzfähiger, was die Aktienkurse belasten kann. Zudem beeinflusst die Zinspolitik die Erwartungen der Marktteilnehmer, was sich unmittelbar auf die Bewertungen am Aktienmarkt auswirkt aber auch zu einem Kapitalfluss aus dem Aktienmarkt führt.

Steuerliche Vorteile durch Freibeträge in D nutzen

In Deutschland kann bei Kapitalerträgen der sogenannte Sparerbauschbetrag zur steuerfreien Gewinnausschüttung benutzt werden. Dieser Freibetrag von 1.000 € pro Person (oder 2.000 € bei Ehepaaren) gilt für alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Dazu zählen:

  • Ausschüttungen von Investmentfonds.
  • Dividenden aus Aktien und Fonds.
  • Kursgewinne aus dem Verkauf von Aktien, ETFs oder anderen Wertpapieren (sofern diese steuerpflichtig sind).
  • Zinsen (z. B. aus Tagesgeld, Anleihen, oder Sparbüchern)

Bei Aktien und und Fonds beispielsweise gilt es dabei zu berücksichtigen, dass eine Gewinnausschüttung bis zur Freibetragsgrenze im Vergleich zu einer thesaurierenden5 Vorgehensweise beiträgt, dass der Zinseszinseffekt zwar geschmälert wird, jedoch die bei thesaurierenden Kapitalvermögen zu guter Letzt (bei Ausschüttung) anfallende Steuer unterbleibt. Das nachstehende Rechenbeispiel für einen ETF macht den steuerlichen Unterschied klar:

Kalkulationsbeispiel für steuerliche Vorteile

AUSGANGLAGE:
Anfangskapital 10.000 €, jährliche Rendite: 5 %, Haltedauer: 10 Jahre, Sparerpauschbetrag: 1.000 € steuerfrei, Kapitalertragsteuer: 25 %.

GEWINNAUSSCHÜTTUNGSVARIANTEN:
Fall 1 (ohne Nutzung des Freibetrages): Thesaurierende ETFs, volle Reinvestition der Erträge.
Fall 2 (mit Nutzung des Freibetrages): Ausschüttende ETFs, jährliche Ausschüttung von 1.000 € (steuerfrei), Rest wird weiter investiert

Berechnung des Endwerts thesaurierender ETFs nach 10 Jahren ohne Freibetrag
Endwert = 10.000 € ⋅ (1 + 0,05)^10 = 10.000 € ⋅ 1,62889 ≈ 16.288,95 €
Berechnung der Steuer
Auf den Gewinn wird eine Steuer von 25 % erhoben:
Steuer = Gewinn ⋅ 0,25 = 6.288,95 € ⋅ 0,25 = 1.572,24 €
Somit ergibt sich ein Endwert nach Steuern von 14.716,71 €.

Berechnung des Endwerts ausschüttender ETFs nach 10 Jahren mit Freibetragsnutzung
Jahr 1: 10.000⋅(1+0,05)−1.000=10.500−1.000=9.500€
Jahr 2: 9.500⋅(1+0,05)−1.000=9.975−1.000=8.975€
Allgemeine Formel: Kn​=(Kn−1​⋅1,05)−1.000
Nach 10 Jahren beträgt das verbleibende Kapital: 6.727,50 € (wird durch Iteration berechnet).
Gesamtwert nach 10 Jahren: 6.727,50€ (verbleibendes Kapital)+10.000€ (Ausschüttung)=16.727,50€.

Die optimale Wahl hängt von der Strategie ab. Die thesaurierende Variante (Fall 1) berücksichtigt den Zinseszinseffekt, jedoch ist eine Steuerlast bei Ausschüttung unvermeidbar. Bei ausschüttenden ETFs wird ein Steuerabzug durch jährliche Auszahlungen maximal bis zur Freibetragsgrenze vermieden. In unserem Beispiel erzielt man daher einen höheren Gesamtkapitalwert.

Ergebnis
Thesaurierend ist besser bei langer Haltedauer und wenn man die Steuerlast in die Zukunft verschieben möchte. Ausschüttend ist sinnvoll, wenn der Freibetrag effizient genutzt werden soll, um jährlich steuerfrei Einkommen zu generieren.

Aktien und Dividenden: Wie du vom Unternehmensgewinn profitierst

Märkte und Unternehmen verstehen

Der Aktienhandel, oft als goldener Weg zur schnellen Vermögensbildung angepriesen, ist ebenso oft ein Glücksspiel – bei dem nur die Hausbank gewinnt. „Ich investiere nur in Unternehmen, die ich verstehe. Deshalb bin ich reich.“ – sagte schon Warren Buffett und lässt uns ahnen, wie viele damit rausfallen. Oder wie Groucho Marx treffend bemerkte: „Während des Börsencrashs verlor mein Geld auch sein Geld.“

Oft sind es auch Extremsituationen wie Pandemien aus denen Neuprodukte wie ein Phönix aus der Asche aufsteigen und zu exponentiellen Aktienkursen beitragen – mRNA-Impfstoffe wie Biontech und Moderna sind Beispiele dafür. Wenn also Vogelgrippe, Corona & Co überstanden sind, dann kann das oft das Ende des Produktes oder des Unternehmens, zumindest jedoch einen harten Kursfall nach unten bedeuten. Bei KI-Produkten wird das zumindest für jene, die sich im KI-internen Wettbewerb durchsetzen, langfristig verlaufen, denn die KI ist schließlich gekommen um zu bleiben.

Buy and hold

Bei all den kurz- und mittelfristigen Unsicherheiten bleibt eines unbestritten: Im historischen Vergleich waren Aktieninvestitionen in den vergangenen hundert Jahren ertragreicher als Veranlagungen in andere Assets. Die nachfolgende Grafik stellt dar, welchen Gegenwert ein Investor für 100 US-Dollar, die er im Jahre 1926 in unterschiedlichen Veranlagungsvarianten investiert hätte, heute erhalten würde. Der Ergebnisunterschied ist beeindruckend: Hätte der Anleger die 100 USD in Anleihen investiert, könnte er eine Vermögenswert von 4.922 USD sein Eigen nennen. Hätte er vor knapp 100 Jahren allerdings in Aktien investiert, dann könnte er ein Aktienvermögen von 405.181 USD sein Eigen nennen! Bei einem Portfolio mit 60 % Aktien und 40 % Anleihen wären es immerhin noch 86.151 USD gewesen.

Quelle: Morningstar Direct, UBS in 11-2024

Rebalancing wenn Dein ETF zur Gefahr wird

Jede Anlagestrategie basiert auf einer durchdachten Verteilung zwischen risikoreichen (z. B. Aktien-ETFs) und sicheren Anlageformen (z. B. Tagesgeld oder Festgeld). Diese Balance bestimmt Dein Risiko und Deine langfristige Renditechancen. Doch starke Kursgewinne verändern dieses Verhältnis automatisch: Dein Aktienanteil ist gestiegen, ohne dass Du aktiv investiert hast, das bedeutet: Mehr Risiko als ursprünglich geplant! Und wenn es zu einem Markteinbruch kommen, ist Dein Verlustpotenzial nun deutlich höher. Zum Beispiel: Hattest Du vor einem Jahr eine Aktienquote von 75 % und Dein Depot ist durch den Marktanstieg gewachsen, könnte diese Quote jetzt bei 85 % oder mehr liegen.

Die Lösung zu dieser Risikoerhöhung lautet Rebalancing. Das bedeutet nichts anderes als Dein Portfolio aktiv anzupassen, um die ursprünglich gewünschte Risikostruktur wiederherzustellen. Falls Deine Aktienquote nicht mehr als um 5 % gestiegen ist, kannst Du das Thema ignorieren. Bei größeren Steigerungen gehst Du am besten in folgenden Schritten vor:

  1. Prüfe Deinen Geldbedarf: Stehen größere Anschaffungen an? Falls ja, solltest Du Anteile verkaufen und den Betrag in sichere Anlagen umschichten.
  2. Einschätzung Deiner Risikobereitschaft: Hältst Du hohe Schwankungen aus, oder würde Dich ein 50 %-Crash nervös machen?
  3. Rebalancing durchführen:
    • ETF-Sparplan pausieren oder reduzieren
    • Gewinne realisieren und umschichten
    • Innerhalb des Depots ETFs neu gewichten

Fazit

Eine historische, hundertjährige Erfolgszahl hilft natürlich dem Anleger, der in Zeiträumen von 5 – 20 Jahren denkt nur bedingt. Der Handel mit Aktien birgt natürlich gerade in turbulenten Zeiten, wie wir sie noch sehr lange erleben werden, Risken und weist bei Produkten sowohl der „new“ als auch der „old“ economy eine hohe Volatilität auf. Einfach „ins blaue“ zu investieren, kann sehr böse enden. Damit Dir gerade das nicht passiert, werden wir Dir in Cashplosiv weitere Hinweise über die Vor- und die Nachteile des Aktienhandels vermitteln. Ohne Scheuklappen, objektiv und unabhängig!

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