Nur ein Strohfeuer, oder ist VW am Wendepunkt? Vor einigen Monaten habe ich in einem Blogartikel noch düstere Worte gefunden: Volkswagen stehe „am Kipppunkt“, die Umstellung auf E-Mobilität könnte existenzielle Sorgen heraufbeschwören. Hohe Investitionskosten, schleppende Batteriefertigung und massive Konkurrenz ließen damals schwarzsehen. Nun liefert eine aktuelle Meldung vom Juli 2025 jedoch ein anderes Bild: Demnach dominiert der VW-Konzern den deutschen Elektroauto-Markt.

Tabellenführer in der heimischen Bundesliga

Tatsächlich hat VW seinen Anteil an deutschen E-Auto-Neuzulassungen binnen eines Jahres von rund 32% auf knapp 46% gesteigert. Das reicht haushoch für Platz 1 (gegenüber BMW ~11% und Tesla ~3,6%). Auf Markenebene stehen die Wolfsburger auf den Plätzen 1, 3, 4, 5. Auch bei den einzelnen Modellen fällt die Dominanz ins Auge: VW-Modelle belegen die Top-Ränge der Zulassungsliste. Dieses Heimspiel-Ergebnis klingt zunächst nach Trendwende. VW am Wendepunkt?

VW am Wendepunkt? Die Herausforderungen und Chancen

Trotz des deutschen Erfolgs zeigt der Blick auf Europa und die Welt ein gemischtes Bild. Im ersten Halbjahr 2025 lieferte VW global etwa 4,41 Mio. Fahrzeuge aus (plus 1,3% gegenüber H1/2024). Dieser leichte Anstieg war überwiegend geografisch verschoben: Westeuropa legte um knapp +1% zu, Osteuropa sogar +9%, und Südamerika +18% (Brasilien +7%). Dem standen Rückgänge in China (−2,3%) und Nordamerika (−6,7%) gegenüber. Im Pkw-Konzernmix spielt Deutschland mit +1,9% fast keine Rolle. Die weltweiten BEV-Zulassungen wuchsen zwar kräftig (mehr als 47%), insgesamt glich das aber nur die Verluste in China/USA aus.

Beim Kosten-Limbo muss man unter die Latte kommen

Wenn man hinter die Zahlen schaut, bleibt die Lage ambivalent. Neue Modelle kommen gut an: VW nennt etwa den ID.7 Tourer, den Cupra Terramar, den Skoda Enyaq oder den Audi Q6 e-tron als Bestseller – ihre Einführung ließ die BEV-Aufträge um etwa 62% ansteigen. Das ist erfreulich. Dem gegenüber steht aber ein weiter hoher Kostendruck. Die operative Marge lag im H1/2025 nur bei rund 4%, ein Wert, den VW-Vorstände selbst als „viel Arbeit“ bezeichnen. Für 2025 peilt der Konzern zwar bis zu +5% Umsatzwachstum an, erwartet aber nur 5,5–6,5% operative Marge – also weiterhin dünne Renditen. Diese Zahlen erinnern an die alten Warnungen: Ohne kräftige Effizienzgewinne bleibt das Ergebnis dürftig.

Auswärtsniederlage und Remis in der Champions League

Internationale Schwächen kommen hinzu. In China, dem weltgrößten Auto-Markt, spürt Volkswagen den Druck deutlich: Der Konzernabsatz vor Ort schrumpfte zuletzt um etwa 2,3%, und die VW-Elektroverkäufe brachen um rund 34%. Parallel haben chinesische Hersteller (BYD, Chery etc.) ihre Verkäufe explodieren lassen. In Nordamerika verhagelten zudem hohe Importzölle das Geschäft: Hier sanken Gesamtabsatz und -umsatz spürbar, obwohl Volkswagen die BEV-Zulassungen um rund +24% steigern konnte.

  • China: Absatz bei VW und anderen ausländischen Herstellern rückläufig (−2,3% Gesamtabsatz), lokale Marken wachsen zweistellig. VW reagiert mit Partnern (Xpeng, FAW) und einer großen Modelloffensive (30 E-/Hybrid-Modelle bis 2030).
  • USA: Elektro-Nachfrage stark (+24% BEV), aber 25%-Zoll bremsten den Gesamtmarkt (Verkäufe gesunken). VW bringt neue Marken (Scout) und E-SUVs, ist aber noch nicht marktführend.
  • Europa/Südamerika: Wachstumsmotor. VW wächst in Südamerika stark (+18%, v.a. Brasilien) und auch in Europa leicht (Konzerngesamt +1%). In Deutschland liegt VW stabil auf Vorjahresniveau. In Westeuropa machen E-Autos bereits ~15% aller Neuzulassungen aus, davon entfallen etwa 28% auf den VW-Konzern. Dieses Basisgeschäft bleibt für VW zentral.
  • Rentabilität: Niedrig. Mit ~4% operativer Marge arbeitet VW auf Sparflamme. Hohe Forschungs- und Entwicklungskosten, Umstellungsinvestitionen und strengere CO₂-Ziele drücken das Ergebnis weiter.
  • Aktie: Analysten sehen Potenzial – Durchschnittsziel ~120 € (aktuell ~93–94 €). 13 von 21 Experten empfehlen „Kaufen“. Dennoch mahnen Chartindikatoren zur Vorsicht: Der Trend gilt aktuell als bärisch. VW zahlt weiter eine hohe Dividende (2024: 6,30 €/Aktie, etwa 6–7% Rendite), was Käufer lockt. Doch bis die fundamentalen Probleme gelöst sind, bleibt das Kursniveau abgespannt.

VW am Wendpunkt – zwischen Euphorie und Havarie

Die Daten liefern Grund für Euphorie und Skepsis. Positiv ist, dass VW die Elektro-Offensive in Deutschland/Europa weitgehend umgesetzt hat – der Marktanteil hier ist eindrucksvoll. So machen E-Autos in Westeuropa mittlerweile ~15% aller Neuzulassungen aus, VW hält davon rund 28% (Konzerndurchschnitt). Neue Modelle verkaufen sich gut, und der Konzern verzeichnet steigende Bestellungen.

Gleichzeitig erinnert vieles an vergangene Warnungen: Die Profitabilität bleibt ein Problemfall. Mit nur 4% operativer Rendite verdient Volkswagen am E-Auto-Boom kaum, und langfristig schrumpfen die Margen weiter, solange Verbrenner auslaufen. Externe Risiken sind groß: Handelsstreit, Inflation, Energiepreise und neue Regulierungen können jede Euphorie schnell ersticken. Außerdem ist der Wettbewerbsdruck unerbittlich: In China haben die fünf größten ausländischen Hersteller ihre Verkäufe von 2020 bis 2024 von 9,4 auf 6,4 Millionen halbiert, während chinesische Marken im gleichen Zeitraum von 4,6 auf 9,5 Millionen Autos zulegten. Das zeigt, wie weit VW in wichtigen Märkten noch zurückliegt.

Trendwende oder Trugschluss? Die deutschen Daten zeigen eindrucksvoll, was Volkswagen schaffen kann, wenn das Timing stimmt. Doch ein echter Richtungswechsel lässt sich erst dann ausrufen, wenn sich dieser Erfolg auch in den Zahlen für Gewinne und weltweite Marktanteile niederschlägt. Bis dahin bleibt der Konzern einem harten Verdrängungswettbewerb ausgesetzt – wie bisher.

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Ausblick auf die VW-Aktie

Was bedeutet das für Anleger? Kurzfristig könnte man argumentieren, dass ein günstiger Einstiegskurs (KGV ≈8) und hohe Dividende Chancen bieten. Mittelfristig hängt jedoch alles davon ab, ob VW seine Defizite überwindet. Wenn in den nächsten Quartalen steigende Gewinne bei vernünftiger Marge anstehen, wäre die Aktie attraktiv. Bleibt aber der Profitabilitätsdruck, können Kursrückschläge drohen. Analysten sehen zwar Luft nach oben, doch technische Indikatoren und konservative Erwartungen mahnen zur Vorsicht. Ich würde den Markt weiter beobachten und von einem überraschenden Kaufsignal erst nach klar besseren Zahlen ausgehen.

Fazit: Der aktuelle Bericht zeigt Licht und Schatten. Volkswagen demonstriert eindrucksvoll seine Stärke im deutschen und europäischen E-Auto-Segment – ein positives Signal nach vorheriger Kritik. Gleichzeitig bestehen die kritischen Themen fort: Margen bleiben niedrig, der internationale Wettbewerb ist härter denn je, und globale Risiken sind nicht kleiner geworden. Ob sich daraus eine wirklich nachhaltige Trendwende ableiten lässt, bleibt abzuwarten. Anleger sollten daher die positive Entwicklung zwar honorieren, gleichzeitig aber weiter die fundamentalen Risiken im Auge behalten.

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